In dieser Zeit hatte die Auseinandersetzung zwischen Wissenschaftlern
und Tierschützern ihren Höhepunkt erreicht. Beendet ist sie bis heute
nicht. Denn allgemeingültige Antworten auf die drängenden Fragen der
Debatte sind noch lange nicht gefunden: Wie viel ist das Leben eines
Menschen wert – und wie viel das Leben eines Tieres? Kann man beides überhaupt
vergleichen? Und: Wer soll das alles entscheiden?
Ein Mensch ist keine Maus, kann man darauf antworten – und, wie die
Tierschützer, argumentieren: Die Körper von Mensch und Vogel, Hund,
Fisch oder Schwein sind so unterschiedlich, dass es doch kaum sinnvoll
sein kann, sie miteinander zu vergleichen.
Ein Mensch ist keine Maus, kann man sagen – aber beide haben das
Recht auf ein würdevolles und schmerzfreies Dasein.
Und man kann darauf hinweisen, dass es doch möglich sein muss,
alternative Testmethoden für die Erforschung von Krankheiten und die
Entwicklung von Medikamenten zu erfinden und zu nutzen – Methoden, die
Tierversuche ersetzen könnten.
Aber ein Mensch ist keine Maus – und eben deshalb muss man,
letztendlich, doch erkennen, dass das Leben eines Menschen mehr wert ist
als das eines Tieres. Tierversuche dürfen nur durchgeführt werden, wenn
sie medizinisch notwendig und sinnvoll sind – und wenn den Tieren dabei
kein unnötiges Leid zugefügt wird. Wer aber fordert, Tierversuche
komplett zu verbieten, sollte nicht nur an das Foto des kleinen Affen
denken. Er sollte sich auch Bilder von schwerkranken Männern, Frauen und
Kindern vor Augen führen: von Menschen, die ihre Tage voller Schmerzen
verbringen – aber auch voller Hoffnung, dass, vielleicht, irgendwann ein
Forscher ein Mittel gegen ihre Krankheit finden könnte.
Niemand hat das Recht, zu entscheiden, wie viel ein Leben wert ist.
Aber wir alle haben die Pflicht, genau diese Entscheidung zu treffen: Das
schulden wir unseren schwerkranken Mitmenschen. *
Sie sind mehr wert als
Tiere.
* Alternative Testmethoden können Tierversuche noch nicht ersetzen.
Tiere müssen leiden, damit Menschen Leid erspart wird. Tiere sterben,
damit Menschen leben können. Das ist hart, und es ist hässlich. Aber es
ist eine Tatsache. Eine Maus ist eben kein Mensch.
2.856.316 Wirbeltiere sind
im vergangenen Jahr in Deutschland bei Tierversuchen eingesetzt worden.
Das geht aus der aktuellen Statistik hervor, die das
Bundeslandwirtschaftsministerium jetzt für 2010 veröffentlicht hat. Es
sind 1.963.209 Mäuse, 442.448 Ratten 27.886 Meerschweinchen und 2.789
Affen die im vergangenen Jahr für die medizinische Forschung in deutschen
Labors "eingesetzt" wurden.
Zitat Ende.
Welch ein
Wahnsinn!
Bemerkung:
Von manchen der oben gemachten Aussagen die nach dem *
kommen, distanziere ich mich ausdrücklich.
Es ist alles eine Energiefrage und um diese zu lösen bedarf es keiner
Tierversuche.